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Die meisten Straßen in Frankreich sind in sehr gutem Zustand. Die Bundesstraßen sind gut, aber
die Autobahnen sind noch besser.
Das gute an Bundesstraßen ist, das sie oft parallel zu einer Autobahn entlanggehen und meist vierspurig
sind. Man hat also immer die Möglichkeit Autobahnen zu umfahren.
Frankreichskreuzungen bestehen selten aus Ampeln, sondern sie bestehen aus Kreisverkehren. Die Kreisverkehre sind immer groß angelegt und bestehen aus zwei Spuren. Die Franzosen halten sich aber nicht an die zwei Spuren, sondern es fahren auch mehrere Autos nebeneinander. Das schlimme an den Spuren ist, das gar keine eingezeichnet sind.
Die Ausschilderung in Frankreich ist katastrophal. Erstmal bestehen die Schilder aus Pfeilen, in denen die Ziele geschrieben sind. Die Schilder für Ziele, die geradeaus und rechts gehen, stehen auf der rechten Straßenseite. Ziele, bei denen man links abbiegen muss, stehen auf der linken Seite.
Das Problem dabei ist, das man die Schilder erst sieht, wenn man bereits an der Kreuzung vorbei fährt.
Am Anfang dachten wir das die geradeaus Schilder nach links zeigen und man dann auch links fahren muss.
Später haben wir bemerkt, das es geradeaus bedeutet.
Wir sind mehrmals an Kreuzungen vorbeigefahren und haben unser Ziel gesehen. Also heißt es wenden und
richtig abbiegen. Wenden stellt sich in Frankreich aber auch als Schwierigkeit dar, denn in der Mitte vieler
Fahrbahnen gibt es kleine Mauern.
Manchmal sieht man die Schilder auch erst, wenn man sich bereits an einer Kreuzung in eine Spur eingeordnet
hat. Dann ist es leider auch zu spät. (Wir haben uns sehr gefreut, als wir wieder nach Deutschland rein
gefahren sind.)
Das beste an den Schilderbezeichnungen ist die Zielangabe <<Toutes directions>> (alle Richtungen),
die stehen fast an jeder Kreuzung. Meistens sind wir den Schildern gefolgt und haben an der nächsten
Kreuzung festgestellt, das uns das Schild Toutes directions wieder dort hinführt, wo wir doch gerade
herkommen.
Falls es mal keine Schilderbezeichnung <<Toutes directions>> gibt, dann trifft die Bezeichnung <<Autre directions>>(Andere Richtungen) zu. Wenn die übrigen Ziele also nicht passen, sollte man dem Weg folgen.Katastrophal wird es aber erst, wenn beide Schilder auf einer Kreuzung stehen.
Man sollte sich in Frankreich möglichst nicht auf die Schilder verlassen. In Städten haben wir es oft so gemacht, das wir in eine Himmelsrichtung gefahren sind und dann haben wir auch irgendwann eine größere Straße gefunden.
In Frankreich gibt es in den Städten viele Zebrastreifen, doch es ist kein Verlass, das die Autofahrer auch anhalten. Ein Autofahrer hält erst dann an, wenn man sich bereits auf dem Zebrastreifen befindet. Wahrscheinlich bedeutet der Zebrastreifen: "Achtung es könnte sich ein Fußgänger auf der Straße befinden."
Außerdem gibt es in den Städten jede Menge Einbahnstraßen. Das macht die ganze Sache noch schwerer und man verfährt sich leichter.
Im Süden fahren die Franzosen noch schlechter, als sie sowieso schon tun. Es gibt viele Mopedfahrer, die überall links oder rechts an den Autos vorbeifahren. Wenn man beispielsweise an einer Ampel wartet, dann überholen mindestens ein paar Mopedfahrer. Wahrscheinlich ist es in Frankreich so, das man als Mopedfahrer am schnellsten von A nach B kommt. In den Städten am Mittelmeer ist ein hohes Verkehrsaufkommen und am schlimmsten dabei war Marseille, deswegen sind wohl soviel Mopeds unterwegs.
In den Innenstädten gibt es immer große Parkhäuser, die alle kostenpflichtig sind. Es ist empfehlenswert diese auch zu nutzen,denn in den Städten gibt es sonst wenig Parkmöglichkeiten. Wenn es doch welche gibt, sind diese sehr eng.
Die Franzosen stört es ja nicht, wenn man beim ein- oder ausparken das Auto rammt. Die Preise der Parkhäuser sind sehr human gehalten. Man zahlt so zwischen 1Euro und 1,50Euro die Stunde. Wenn man noch ein bisschen Glück hat, parkt man "gratuite". Wir haben es oft erlebt, dass die erste Stunde gratis ist oder in den Mittagsstunden zwischen 12.00-14.00 Uhr ist es immer gratis.
In Frankreich muss man Mautgebühren auf den Autobahnen zahlen. Das erfolgt so. Wenn man die Autobahn befährt, zieht man eine Karte (wie im Parkhaus). Wenn man die Autobahn wieder verlässt, zahlt man die gefahrene Strecke (indem man die Karte einer netten Frau bzw. Mann gibt oder man bezahlt per Karte am Automaten.
Wir haben rund 27 Euro für 315 km gezahlt, das entspricht also 8,75 Euro auf 100km. Die Mauthöhe ist variiert, beginnend ab ca. 5.50 Euro je 100 km. Einzelne Abschnitte werden deutlich höher bemautet. Nähere Infos erfahrt Ihr unter der französischen Mautseite und dem Automobilclub von Deutschland.
Es gibt Strecken, die man kostenlos fahren kann. Bei größeren Städten beispielsweise (u.a. Paris, Lyon, Marseille, Montpellier) gibt es mautfreie Umgehungen und Autobahnen, die durch die Städte führen.
In Frankreich ist es wahrscheinlich so gedacht, das man leicht über die Autobahn aus der Stadt fahren
soll. Auf der Autobahn ist dann auch angeschrieben, wie viel Ausfahrten noch kostenlos sind. Es ist also sehr
einfach kurz vorher runter zu fahren und die Bundesstraße zu nutzen.
Außerdem wird grundsätzlich in Ostfrankreich parallel zu Deutschland keine Maut erhoben
(Konkurrenzsituation zu den für PKW mautfreien Autobahnen in Deutschland).
Grundsätzlich kann man sagen, das die Spritpreise günstiger sind als in Deutschland. Wir haben Diesel getankt und durchschnittlich 1,08Euro (Stand 08.06)pro Liter ausgegeben. Doch in Frankreich schwanken die Preise sehr stark. Am besten und günstigsten ist es meistens bei den Supermarkttankstellen. Jede große Supermarktkette hat seine eigene Tankstelle, ähnlich wie bei uns.
Die Preise sind sogar in einem Ort und einer Straße unterschiedlich.Es ist durchaus möglich Tankstellen in einer Straße zu finden, die einen unterschiedlichen Preis zwischen 1,08 und 1,40 Euro pro Liter nehmen. Man sollte also ein bisschen aufpassen und die Preise vergleichen. Das kennt man ja aus Deutschland auch.
Die Abreise ist relativ einfach abgelaufen. Die Fahrt nach London dauerte aber rund eine Stunde länger als geplant. London ist gegen 9 Uhr einfach überfüllt. Da ich mehr als zwei Stunden Reserve hatte bin ich nicht weiter nervös geworden. Als aber dann sich abzeichnete, dass der Bus aus der Stadt zum Flughafen eben so viel länger brauchen würde, wurde ich sehr unruhig. Nur gerade wenige Minuten sind mir geblieben als ich dann am Flughafen ausgestiegen und Richtung Check-In gerannt bin. Zum Glück habe ich es geschafft und nur vier bis sechs Personen hinter mir wurde der Einlass geschlossen. Plant in London großzügige Reservezeiten ein.