Wir haben uns vor der Reise kaum Gedanken über ein Hotel gemacht, außer das ich im Internet ein bisschen nach Hotels geschaut hatte. Doch ich habe schnell gemerkt, das es einfach ein viel zu großes und unübersichtliches Angebot gibt. Also haben wir uns entschlossen, doch einfach so los zufahren.
Am ersten Abend haben wir eine Weile nach Hotels geschaut und dann ein relativ günstiges gefunden. (48
Euro für ein Zimmer)
Am nächsten Tag haben wir jedoch schnell herausgefunden, das es auch noch günstiger geht. Wir haben
uns Broschüren aus Hotels mitgenommen und diese angeschaut. Unter diesen Broschüren war unsere
Hotelkette Première Classe die wir den
ganzen Urlaub über aufgesucht haben.
Es handelt sich um ein Hotel, welches Zimmer für 2 oder 3 Personen anbietet. Der Preis pro Zimmer variiert von 30Euro bis 40Euro, das ist immer abhängig von der Region und der Saison. In der Hauptsaison ist es immer günstiger. Die Zimmer sind mit einem Doppelbett und evt. ein Hochbett ausgestattet und es gibt ein Bad mit Dusche.
Das Hotel hat 24h geöffnet und man kann jederzeit ein Zimmer buchen. Wenn die Rezeption nicht besetzt
ist, hat man die Möglichkeit sein Zimmer am Automaten zu buchen. Es ist jedoch immer nur möglich ein
Zimmer für eine Nacht zu nehmen, aber das war für uns kein Nachteil, da wir jeden Abend sowieso in
einer anderen Region waren.
Falls man doch länger in einem Hotel bleiben will, kann man vorher per Telefon oder Internet reservieren.
In manchen Regionen ist es von Vorteil (vor allem in der Hauptsaison).
Einmal hatten wir Pech und das Hotel war ausgebucht gewesen. Zum Glück waren wir da in der Nähe von Paris und das nächste Hotel war unweit entfernt. Ich muss dazusagen, das wir an dem Abend auch erst spät (ca. 23.30 Uhr) einchecken wollten. Ein anderes Mal wurden wir gefragt, ob wir denn reserviert hätten. Da wir verneint haben, meinte die Empfangsdame, das sie erst schauen müsste. Wir haben dann aber doch ein Zimmer bekommen.
Die Hotels der Hotelkette liegen immer etwas außerhalb der Städte, was bei dem Preis nicht verwunderlich ist. Meistens liegen sie an Autobahnkreuzen -ausfahrten oder an Bundesstraßen. Das beste daran ist, das dort meistens auch andere Hotelketten vertreten sind und es immer Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten (Centre Commercial) link zu beschreibung gibt. Was Hotels angeht, hat man also immer Auswahlmöglichkeiten. Einmal wollten wir die Hotelkette Formule 1 ausprobieren (die auch sehr oft vertreten ist), doch das Hotel war ausgebucht. Alle anderen Hotels sind etwas teurer, meist aber nur ein oder zwei Euro Unterschied. Außerdem waren wir mit Première Classe sehr zufrieden, also warum sollte man dann woanders übernachten.
Wir wollten in Frankreich einige Nächte Wildzelten, um Geld zu sparen. Das war anfangs unsere Idee
gewesen.
Grundsätzlich ist es in Frankreich kein Problem wild zu zelten, obwohl es offiziell nicht erlaubt ist.
Demnach sollte man sich schon ein etwas ruhigeres, abgeschiedenes Plätzchen suchen. Doch das stellt sich
in Frankreich als Schwierigkeit dar.
Unsere erste Nacht im Zelt haben wir auf einer Weide auf einem Berg verbracht. Die Straße war nicht
weit entfernt, aber es hat trotzdem niemanden gestört.
Das zweite und letzte Mal Wildzelten war eher gezwungener maßen. Wir haben uns zu spät auf die
Suche nach einem Campingplatz gemacht, sodass diese schon geschlossen waren. Es blieb uns nichts anderes
über, als auf einem Parkplatz in der Nähe eines Campingplatzes unser Zelt aufzubauen.
Am nächsten Morgen sind wir auch etwas eher aufgestanden, weil wir doch ein wenig Bedenken wegen Polizei
oder so hatten. Es ist aber nichts passiert.
Zu der Zeit waren wir in Südfrankreich gewesen und da ist fast ein Ort nach dem anderen. Es ist
schwierig ein stilles Plätzchen zu finden. Frankreich ist eben ein zivilisiertes Land und demnach gibt es
kaum unbewohnte Regionen.
Also blieb uns nichts weiter als auf einem Campingplatz zu zelten und davon gibt es in Frankreich mehr als
genug.
In Frankreich gibt es vor allem im Zentralmassiv und im Süden jede Menge Campingplätze, die auch sehr gut ausgeschildert sind. Man muss sich also vor seiner Reise keine Gedanken, um einen Platz machen. Mit einem Wohnwagen ist es sogar noch einfacher, denn es gibt gratis Parkplätze, die für Wohnwagen gedacht und auch als solche ausgeschildert sind.
Wir haben drei verschiedene Campingplätze ausprobiert, die preislich und von der Qualität
unterschiedlich waren.
Der erste Platz war ein 3* Campingplatz, der uns 22,50Euro für eine Nacht und ein Zweimannzelt gekostet
hat. Es war der teuerste Platz gewesen und auch der schmutzigste.
Beim zweiten Platz waren wir sehr zufrieden gewesen, denn der Platz war sauber und groß angelegt. Wir
haben 17Euro für eine Nacht gezahlt, also schon etwas günstiger. Der letzte Platz war vom Preis-
Leistungsverhältnis der beste. Es handelte sich um einen kleinen Campingplatz am Lac du Bouget, der 11Euro
die Nacht gekostet hat.