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Wir haben wieder während der Autotour Bundesstraßen genutzt, um mehr von der Landschaft zu genießen. Von München bis Berlin sind wir dann doch Autobahnen gefahren, um Zeit zu sparen. Im flachen ist es ja auch nicht so aufregend Landstraßen zu fahren, wie in den Bergen Süddeutschlands. Was zu sehen gibt es aber überall, keine Frage.
In den Innenstädten von großen Städten herrscht grundsätzlich Parkmangel. Meistens gibt es kostenpflichtige Parkhäuser, die man nutzen muss. Die Preise der Parkhäuser variieren stark, aber grundsätzlich ist es teurer im Vergleich zu Frankreich. In München war es mit 15,50 für 4 Stunden am teuersten.
In Konstanz hatten wir das Problem, das alle Parkhäuser in der Innenstadt belegt waren und wir mindestens eine halbe Stunde gesucht haben. Etwas außerhalb haben wir dann ein freies Parkhaus gefunden.
Auch wir können nur empfehlen das Auto etwas außerhalb zu parken um anders die Stadtmitte oder sein Zielpunkt in der "City" zu erreichen. Möglichkeiten dafür gibt es genug.
Bei unserer Tour hatten wir fast immer, durchschnittlich gesehen, günstig getankt. In Luxemburg ist Diesel günstiger aber auch in Sachsen haben wir deutlich weniger bezahlt. Im Vergleich zu Frankreich ist Deutschland etwas teuerer.
Unsere Mitreisenden hatten in ihrem VW ein Navigationssystem eingebaut, was uns die Fahrt sehr erleichtert hat. Auch wenn ich schon ein bisschen das Karten schauen, lotsen und den anschließenden Streit, wer denn nun falsch gelotst hat oder gefahren ist, vermisst hatte.
Anfangs waren wir sehr begeistert vom Navi, da man die gewünschte Strecke eingeben kann und sich ganz aufs Navi verlassen kann. Doch es gibt auch einige Nachteile, zum Beispiel achtet man nicht mehr auf Straßenschilder und verliert die Orientierung, wo man sich denn gerade befindet. Ich habe daher meistens trotzdem in den Atlas geschaut, um die gefahrene Strecke nachzuvollziehen.
In Deutschland gibt es viele Ampeln, die meist auch schlecht schalten. Es kann also durchaus passieren, man steht als einziger auf einer Kreuzung und hat trotzdem rot. Es gibt auch deutlich weniger Kreuzungen mit Kreisverkehr als in Frankreich. Die Bundesstraßen sind meisten einspurig, man hat dichteren Verkehr und dadurch ist das Fahren weniger entspannend.
Die Ausschilderung in Deutschland ist meistens gut. Es kann natürlich auch sein, das man es selbst nur so empfindet, da man es nicht anders kennt. Aber so eine teilweise unsinnige Ausschilderung wie in Frankreich hatten wir nicht gehabt. Die Leser unserer Frankreichtour wissen hier sicher besser was ich meine ;).
Campingplätze waren immer ausreichend ausgeschildert. Auch sind Sehenswürdigkeiten oft leicht zu finden. Neuerdings findet man auch viele braune Schilder neben der Straße, die darauf hinweisen, dass diese oder jene Region historisch bedeutend ist oder man eine schöne Region vorfindet, wenn man hier oder da den Weg verlässt. Möglich das die Bundesregierung und die Länder möchte, dass der Nationalstolz angeregt und erhöht wird. Die steigende Zahl dieser Sonderschilder zeugt davon wie viele schöne und sehenswerte Regionen es in Deutschland gibt.