Wildzelten wollten wir diesmal nicht, da es in Deutschland nicht erlaubt ist und es auch schwierig ist ein stilles und ruhiges Plätzchen zu finden. Außerdem hat man dann keine Möglichkeit sich zu duschen und darauf wollten wir nicht verzichten.
Die erste Nacht im Zelt haben wir auf einem Campingplatz in Frankreich verbracht. Der Campingplatz liegt in der Nähe von Saverne im Nordosten von Frankreich. Wir sind gegen 21. 00 Uhr auf dem Platz gefahren, zu der Zeit war niemand mehr an der Rezeption. Auch am nächsten Morgen hatten wir keinen an der Rezeption auffinden können, sodass wir die Nacht umsonst gezeltet hatten.
Unsere nächste Nacht haben wir auf dem Campingplatz in Oberried bei Freiburg verbracht. Wir haben erst einen Platz in Kirchzarten angefahren, doch dieser war vollständig ausgebucht. Der freundliche Herr an der Rezeption hat uns dann an den anderen Platz vermittelt, wo wir auch den letzten Zeltplatz bekommen haben. Herzlichen Dank noch ein mal an dieser Stelle.
Nach unserem Tag auf dem Berg Schauinsland haben wir einen sehr schönen idyllischen Campingplatz am Titisee angefahren. Der Platz "Sandbank" liegt direkt am See und unsere beiden Mitreisenden haben die Gelegenheit genutzt und sind auf dem See Boot gefahren. Auf diesem Platz waren auch nur noch 2 Plätze frei, demnach hatten wir mal wieder Glück gehabt.
Die Suche nach einem Platz in und um Konstanz am Bodensee hat sich als noch schwieriger herausgestellt. Der erste Platz, den wir anfuhren, war voll. Auf dem nächsten Platz sagte man uns, dass man bevorzugt Mitglieder eines Campingvereins aufnimmt. Der Mann an der Rezeption hat uns auch belehrt, dass um 22.00 Uhr Nachtruhe ist und wenn diese nicht eingehalten wird, kommt die Polizei und schmeißt einen vom Platz runter. Das wollten wir uns nicht antun und sind weitergefahren.
Der dritte Platz vergibt nur Zeltplätze an Familien und beim vierten durften wir endlich unsere Zelte aufschlagen. Der Campingplatz Fließhorn nahe Konstanz lag direkt am Bodensee und hatte einen eigenen Strand. Der Platz hatte einen kleinen Nachteil gehabt, denn man brauchte für das Duschen Marken. Die Dusche läuft 5 min mit jeweils einer Minute Wasser am Stück. Für das Duschen hat man 15 Minuten Zeit. Ich hatte das Glück, das bei mir kein Wasser mehr raus kam, da meine 15 Minuten Zeit um waren. (Zu der Zeit zählt auch das Ausziehen, da die Automaten für die Duschen außerhalb der Kabinen angebracht sind.)
Am Bodensee haben wir noch einen weiteren Campingplatz in Lindau "Park-Camping am See" besucht. Auf diesem Platz haben wir zwei Nächte verbracht. (Duschmarken brauchte man hier übrigens keine, was mich persönlich sehr gefreut hat.)
Zuvor haben wir einen riesigen Campingplatz an der breitesten Stelle vom Bodensee gefunden, wo das Strandstück sehr dreckig war. Der Platz war schon fast eine eigene Stadt, in Viertel unterteilt, mit Restaurant und Einkaufszentrum. Das Ziel "die breitesten Stelle" des Bodensees scheint sehr beliebt zu sein.
In Nürnberg haben wir auf dem Campingplatz "Knaus" an einem See ganz in der Nähe vom Zentrum übernachtet. Dieser Platz ist auch zu empfehlen, da er sehr ruhig und sauber ist.
Außerhalb von Leipzig haben wir auf einem Campingplatz fast direkt an der Autobahn übernachtet. Am Abend war niemand mehr an der Rezeption, sodass wir so drauf fahren konnten. Doch am nächsten Morgen mussten wir sofort Geld bezahlen. Der Platz war der günstigste von allen, jedoch auch der schlechteste, was die Toiletten und Duschen angeht.
In Berlin haben wir lange nach einem Platz gesucht und schließlich den Platz "Hotel und City-Camping" nahe Flughafen Tegel in dem Viertel Siemensstadt in Berlin gefunden. Der Platz ist auf jeden Fall zu empfehlen, aber man muss ab 6h mit Fluglärm rechnen.
Alles in allem hat uns das Campen sehr gut gefallen, da Campingplätze in Deutschland sehr sauber und ordentlich sind. Es gibt meistens Spülbereiche, Kochplatten, Aufenthaltsräume, Einkaufsmöglichkeiten oder Imbisse. Im Süden von Deutschland findet man sehr viele Campingplätze, da Berge und Seen natürlich beliebte Urlaubsregionen sind. In der Hauptsaison kann man hier jedoch damit rechnen, dass viele Campingplätze auch ausgebucht sind. Die meisten Plätze haben wir auf unserem Atlas verzeichnet gehabt und auch immer recht schnell gefunden, da diese ausgeschildert sind.
Wie auch bereits in Frankreich haben wir uns keine Gedanken über eine Übernachtung gemacht. Unsere beiden Mitreisenden haben da schon mehr im Voraus geplant. So hat Andrej für jedes Ziel ein Hotel und ein Campingplatz rausgesucht. Doch das witzige an der Sache ist, dass er diese Liste zu Hause vergessen hat. Wir haben trotzdem geschafft immer einen Schlafplatz zu bekommen.
Unsere erste Nacht haben wir im Etaphotel am Rand von Köln verbracht. Das Hotel hat Andrej noch in seiner Erinnerung behalten. Das Etaphotel ist eine Billigkette und gehört zu Arcor Hotels. Von der Ausstattung und Einrichtung ähnelt es dem Hotel in Frankreich. Für diese Nacht haben wir 42 Euro bezahlt. Wir haben uns eine Broschüre der Kette mitgenommen und so auch für die nächste Nacht im Etaphotel am Flughafen von Luxemburg übernachtet. Da kostete jedoch ein Zimmer für 2 Personen bereits 55 Euro. Direkt daneben gab es auch ein Ibishotel, wo eine Übernachtung für 2 Personen 10 Euro mehr gekostet hat.
In der Nähe von München haben wir noch einmal im Etaphotel übernachtet. Da haben wir 52 Euro bezahlt. Zuvor haben wir in München auch Ausschau nach anderen Hotels gehalten, doch die Preise lagen bei 86 Euro oder sogar 102 Euro pro Übernachtung für ein Doppelzimmer.
Da die meisten Hotels in Deutschland teurer als in Frankreich sind, haben wir uns auch entschlossen öfters zu campen.