| Inhaltsverzeichnis |
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| Unsere Route mit den wichtigsten Stationen |
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Unsere Reise beginnt mit der Anreise zu unserem Treffpunkt Raststätte Dammer Berge an der A1 zwischen Oldenburg und Osnabrück. Dieses Jahr haben wir unsere Autotour mit einem befreundeten Pärchen Tatjana und Andrej geplant. Wir hatten uns ausgemacht, dass sich jeder 5 Ziele aussucht, die wir dann anschauen werden. Einige Ziele haben sich mit den Wünschen von mehreren überschnitten, sodass wir dann auf 14 Ziele kamen.
Nach einer kleinen Rast ging es dann gestärkt los zu unserem 1. Ziel. Wir schauten uns das Museum zur Varusschlacht in Kalkriese (nahe Osnabrück) an. Die Parkanlage des Museums war das frühere Schlachtfeld um 9.n.Chr. Hier hat man durch Zufall römische Rüstungsteile, Waffen oder ähnliches gefunden und begonnen weitere Ausgrabungen zu betreiben. Lange Zeit war es unsicher, ob die Schlacht wirklich dort stattgefunden hat.
Die Ausgrabungen sind noch lange nicht abgeschlossen und man kann nur einen kleines Museum, kleine Wallanlage und drei Pavillons (Sehen, Hören und Fragen) besuchen. Durch diese Pavillons und im ganz besonderen die sehr gute Führung durch das Museum bekommt man Eindruck über die Zeit um 9.n.Chr.. Uns allen hat die Geschichte im Museum sehr gut gefallen und in die Lage versetzt dieses besondere und wichtige Ereignis der damaligen Zeit besser zu verstehen.
Im Museum kann man alles rund um die Ausgrabungen und der Schlacht selbst nachlesen. Es wird die Geschichte beider Gegner und dessen Anführer dargestellt. Auf der Römerseite war Varus und die Germanen hatten den Anführer Armenius. Viele sehen die Schlacht als "Ursprung der deutschen Entwicklung" an, von daher ist sie sehr bekannt.
Auf unserer Weiterfahrt zum Hermannsdenkmal bei Detmold haben wir einen kurzen Zwischenstopp
beim Schloß Ippenburg gemacht. Schilder
haben uns dort hingelockt, aber wir mussten feststellen, dass es nicht viel zu sehen gibt.
Das Hermannsdenkmal ist dem Armenius,
Anführer der Varusschlacht gewidmet. Ernst von Bandel ist Architekt des Denkmals und sein
Leben wurde von dem Bau des Denkmals bestimmt. Das Denkmal soll ein Nationalsymbol sein, da man die
Schlacht wie bereits oben beschrieben als "Ursprung der deutschen Entwicklung" sieht.
1838 begannen die Bauarbeiten, jedoch erst 18.08.1875 wurde das Denkmal eingeweiht. Armenius ist
Richtung Westen ausgerichtet, d.h. in Richtung des früheren Feindes Frankreich.
Wir haben uns auf das Hermannsdenkmal gewagt und einen schönen Rundblick über den Teutoburger Wald und die Umgebung genossen. In der unmittelbaren Nähe gibt es die Bandelhütte, wo der Architekt während des Baus gewohnt hat. Heute befinden sich in der Hütte viele Informationen rund um das Denkmal für die Besucher zum nachlesen.
Das Denkmal ist auf jeden Fall einen Besuch wert und auch die Region rund um das Denkmal. In Detmold gibt es z.B. ein Residenzschloss, welches sehenswert ist. Wir haben es uns auf Grund von Zeitmangel nicht angeschaut, sondern uns auf die Weiterreise nach Köln gemacht.
In Köln haben wir uns den Dom angeschaut und das
Römisch Germanische Museum
angeschaut. Im Museum kann man die Kölner-Geschichte zur Zeit der Römer
nachvollziehen. Viele Exponate zeugen von langer und starker Präsenz der Römer und
römischer Kultur im Raum Köln. Vielleicht aber sollte man dieses Museum mit einem
eingeweihten Führer anschauen. Uns hat es persönlich weniger gefallen, auch wenn einige
Informationen und ausgestellte Exponate unser Interesse gewonnen haben.
Nach der Besichtigung sind wir aus der Innenstadt raus gefahren und haben einen kleinen
Spaziergang am Rhein gemacht und dabei den Bayenturm entdeckt. Der Turm ist ein mittelalterlicher
Wehrturm der Kölner Stadtmauer gewesen.
Wir haben uns dann spontan entschlossen nach Luxemburg zu fahren und haben uns am Abend noch die
Stadt angeschaut. Das Ziel hat uns allen sehr gut gefallen und die Stadt ist auf jeden Fall sehr
sehenswert. Allein die Lage der Stadt ist faszinierend.
Wir sind dann weiter nach Trier gefahren, um uns die älteste Stadt Deutschlands anzuschauen.
In Trier haben wir uns das Schloss, Kaisertherme, Liebfrauenkirche, Dom, Marktplatz und Porta Nigra
angeschaut. Auch diese Stadt zeugt, wie viele linksrheinische Städte, von sehr starker
römischer Präsenz. Aber solche Bauten wie das Schloss und die Kaisertherme zeugen von der
wichtigen Stellung und der Bedeutung der Stadt Trier in weit darauf folgenden Zeitraum.
Auf unserer Weiterfahrt sind wir auf den Kockelsberg gefahren und haben eine
wunderschöne Aussicht entdeckt. Oben auf dem Berg gab es ein Berghotel "Kockelsberg", wo wir
uns schnell zu einem Kaffee verführen ließen, um das Trier-Panorama zu genießen.
Auf der Fahrt zu unserem nächsten Ziel Freiburg haben wir in Saarbrücken einen Stopp
eingelegt und ein paar Eindrücke von der Stadt bekommen. Wir sahen das Schloss und die
Ludwigskirche. Der Halt ist einfach zu kurz gewesen, um uns einen besseren Eindruck zu verschaffen.
Auf der Weiterfahrt Richtung Freiburg haben wir den Weg über Frankreich genommen und dort auf
einem Campingplatz übernachtet.
Gegen 9.30 Uhr sind wir weiter Richtung Freiburg gefahren. Das Besondere auf dieser Strecke war der
Grenzübergang zu Deutschland, da wir dort über den Rhein-Rhone-Kanal und den Rhein selbst
gefahren sind.
Wir haben durch Zufall ein Verkehrsschild zum Europa-Park entdeckt und diesen dann angesteuert. Mein ursprüngliches gewünschtes Ziel war Phantasialand bei Köln gewesen, aber auf Grund von Regen ist das ins Wasser gefallen. An dem Tag war es sehr sonnig und warm, also ideal für einen Freizeitpark.
Der Europapark ist unterteilt in Länder Europas, wie bsp. Deutschland, Schweiz, Frankreich, Italien, Russland, Skandinavien, Holland und Spanien. Die Fahrattraktionen sind so gestaltet, das sie thematisch zu dem jeweiligen Land passen. In der Schweiz beispielsweise gibt es eine Bobbahn. Mit kulinarischen Köstlichkeiten jedes Landes kann man sich verwöhnen lassen. (Man sollte jedoch von diesem Abstand nehmen, da die Preise sehr hoch sind und die Portionen sind auch noch klein dazu.) An Fahrattraktionen fehlt es dem Europapark auch nicht. Es gibt viele Achterbahnen, mehrere Wasserbahnen, Karussells und Spielplätze für Kinder und alles was sonst noch dazu gehört.
Shows hat der Park auch mehrere anzubieten. Wir haben uns eine Eisshow angeschaut, die nicht so empfehlenswert ist und die Show Emozione. Bei dieser Show konnte man Tanz, Akrobatik und Musik genießen, was uns sehr gefallen hat. Unsere Mitreisenden haben sich noch eine Lasershow angesehen, die auch sehr gut gewesen sein soll. Uns hat es sehr gut gefallen, weshalb wir auch bis zur Schließung des Parks um 20.00 Uhr dort geblieben sind.
Noch am spähten Abend sind wir Richtung Freiburg gefahren und dort uns einen Campingplatz gesucht. Nach dem der erste ausgebucht gewesen ist hat uns der Platzwart geholfen und einen Platz auf einen benachbarten Platz organisiert. Danke an dieser Stelle :).
Der Tag gehörte Tatjanas Ziel dem Silberbergwerkmuseum in der Nähe von Freiburg. Das
Bergwerk ist das größte Süddeutschlands, 100km lang und 900m tief. Wir sind zur
Seilbahn Schauinsland gefahren und
haben ein Kombiticket für die Seilbahn und das Museum gekauft. Bis dahin wussten wir noch gar
nicht mit welcher besonderen Bahn wir da fahren werden.
Sie wurde 1930 als erste Personenseilbahn der Welt nach dem Umlaufprinzip in Betrieb genommen. Die
Bahn ist 3600m lang und man überwindet einen Höhenunterschied von 746m. Die Fahrt dauert
insgesamt 15 Minuten, was recht lang ist.
Der Berg selbst ist 1284 m hoch und damit der 3. höchster Berg des Schwarzwaldes. Von der
Bergstation der Seilbahn sind wir zum Gipfel gewandert und auch auf den Aussichtsturm und haben die
Aussicht genossen. (Auf der Plattform steht man dann 1302m über dem Meerespiegel.) Wir haben
das schöne Wetter und die Bergwanderung noch eine Weile genossen. Der Berg ist guter
Ausgangspunkt für Wanderungen.
Um 14.00 Uhr fand unsere kleine Führung von 1 ½ h statt. Es gibt auch eine große Führung, die dann 2,5 Stunden dauert. Zunächst wurden wir mit Helm, Handschuhe und einer Helmlampe ausgestattet. Der Helm erwies sich bei mir als sehr nützlich, da es sehr enge Stellen im Bergwerk gibt und ich mich, tolpatschich wie ich bin ;) ,sonst mehrmals am Kopf gestoßen hätte. Wir sind mit Hilfe von 6 schmalen Holzleitern auf die erste Ebene gekommen und haben dort den mittelalterlichen Stollen und einen neueren angeschaut.
Unser Führer hat uns erklärt, wie die Bergleute im Mittelalter Licht bekommen hatten. Am Anfang hat man Kiefernnadeln angezündet. Später gab es Öllampen, die die Bergarbeiter selbst bezahlen mussten. Mit Hammer und Meißel sind die Arbeiter im Mittelalter 2-5cm pro Arbeitstag (12h) vorangekommen. Später gab es Bohrer mit denen es schneller ging. Danach wurde durch Schwarzpulver das ganze noch einmal beschleunig. Das Museum ist sehr empfehlenswert.
Am späten Nachmittag haben wir Freiburg kurz besucht und dort zum Abendbrot Döner, was typisch deutsches gegessen. In Freiburg haben wir nur die Innenstadt angeschaut und die Kirche, die im Besonderen durch die Gewinne im Bergwerk finanziert wurde und worauf die Freiburger stolz sind, weil sie "genauso groß wie Kölner Dom ist".
Raus aus der Stadt Richtung Feldberg und Titesensee. Dort haben wir auch übernachtet und sind am nächsten Morgen Richtung Feldberg gefahren.
Die Reise führte uns zum Feldberg, der mit seinen 1493m der höchste Berg des Schwarzwaldes ist.
Unterhalb der Spitze gibt es einen großen Parkplatz und mehrere Wanderwege führen zur
Gipfel. Wir mussten natürlich den steilsten nehmen, damit wir auch alle fit werden (oder
bleiben.) Parallel zum Wanderweg gibt es auch eine Seilbahn. Für unseren Weg zur Spitze und
zurück haben wir eine Stunde gebraucht. Oben auf dem Gipfel gab es nicht viel zu sehen, da
alles in Nebel gehüllt war. Es gibt noch einen Turm auf der Gipfelspitze, welcher aber 2,10
Euro Eintritt kostet. Das fanden wir alle etwas unverschämt, da der Aussichtsturm auf dem
Schauinslandgipfel auch kein Eintritt gekostet hat.
Danach sind wir einen steinigen, etwas rutschigen Weg zum Feldsee gelaufen. Der Wanderweg ist
1,5km lang und wir haben etwa eine Stunde gebraucht. Es empfiehlt sich diesen Weg nur mit festem
Schuhwerk zu laufen und im Winter könnte es wegen Glätte gefährlich sein. Diese
Hinweise standen auch auf den Schildern und wir können sie nur bestätigen. Das ganze hat
sich aber gelohnt, da wir so zu dem idyllischen Feldsee gekommen sind. Der Feldsee gehört zum
Naturschutzgebiet und ist nur zu Fuß erreichbar. Am See haben wir eine Picknickpause gemacht
und sind über den längeren und bequemeren Weg zurück zum Auto. Der Weg ist 4 km lang
und hat in etwa auch nur eine Stunde Zeit in Anspruch genommen.
Am selben Tag sind wir weiter zum Bodensee gefahren. Unterwegs haben wir für unseren
geplanten Grillabend alles eingekauft, außer einem Grill selbst. Wir haben kein Geschäft
gefunden, wo man einen kleinen Grill kaufen kann. (Im Nachhinein sehe ich Grills schon bei Edeka,
aber wenn man es braucht, ist es nicht zu finden.) Wir dachten schon, das Grillen fällt ins
Wasser, doch zu unserem Glück konnten wir uns auf unserem Campingplatz einen Grill leihen. Und
so mussten wir doch nicht hungrig zu "Bett" gehen.
Da das Wetter nicht so richtig zum baden war, haben wir uns die Stadt Konstanz angeschaut. Wir haben einen
kleinen Stadtrundgang gemacht und das Münster unserer lieben Frau besichtigt. Konstanz hat
eine schöne alte Innenstadt und es gibt auch einige sehenswerte Museen zur Geschichte, die wir
aus Zeitmangel nicht angeschaut haben.
Am Nachmittag haben wir unsere Route fortgesetzt und sind auf der anderen Seite des Bodensees in Richtung Friedrichshafen entlanggefahren und in der Umgebung Lindaus einen Campingplatz für die kommenden Tag aufzusuchen.
Dieser Tag gehörte ganz dem Faulenzen und Rumliegen am Strand. Dabei sollte man jedoch eines beachten.
Achtung: VERBRENNUNGSGEFAHR! Man sollte Sonnencreme benutzen und auch nicht zulange in der Sonne
liegen. *zwinker* Unsere Mitreisenden haben das nicht beachtet und einen Sonnenbrand bekommen.
Am Abend sind wir kurz ins Zentrum von Lindau und haben dort zu Abend gegessen. Bitte macht nicht den gleichen Fehler und geht ins Restaurant Pizzeria "Zur alten Werft". Die Bedienung war einfach nur furchtbar und das Essen viel zu teuer. Auch für andere Restaurants in Lindau muss man tief in die Geldbörse greifen.
Wir haben unsere Tour zum Schloss Neuschwanstein fortgesetzt.
Am Mittag sind wir dort angekommen und kauften uns sofort Tickets
für das Schloss. Doch leider bekamen wir erst eine Führung um 15.40 Uhr. Unser Tipp also:
rechtzeitig am Ticketschalter sein und sich einen ganzen Tag Zeit nehmen. Neben dem Schloss
Neuschwanstein gibt es noch das Königsschloss Hohenschwangau, welches wir uns dann auch ohne
Führung angeschaut haben.
Direkt an beiden Schlössern liegt der Alpsee, wo wir eine entspannte Tretbootfahrt gemacht haben. Wir
hätten auch im See baden gehen können, hatten aber wir Mädels unsere Bikinis nicht
dabei. Im See kann man auch Schwärme von kleinen Fischen beobachten, da das Wasser sehr klar
ist. Vom See aus sind es 30 min Fußweg zum Schlosseingang. Jede Führung hat eine Nummer,
die am Eingang aufleuchtet. An dem Tag hatten wir bereits Nr. 492. Daran kann man sich vorstellen,
wie viele Menschen sich das Schloss anschauen wollen. (Ein Großteil von denen kommen aus
Japan oder China.)
Die Führung durch das Schloss hat uns allen sehr gut gefallen. Neuschwanstein hat Ludwig II
(König von Bayern) im 19 Jahrhundert erbauen lassen. Der Bau am Schloss dauerte 17 Jahre,
jedoch wurde das Schloss nie vollendet. Nachdem mysteriösen Tod von Ludwig II wurden die
Bauarbeiten eingestellt. Etwa 1/3 der Innenräume sind fertig gestellt und diesen Teil konnten
wir uns auch anschauen. An Verzierungen und Prunk ist es kaum zu übertreffen. Schwer
vorstellbar wie prunkvoll das Schloss nach einer Vollendung hätte aussehen können.
Zuerst kann man den Thronsaal bewundern, wo der Thron selbst noch nicht steht. Im Thronsaal
hängt ein Kronleuchter, der "gerade mal" eine Tonne wiegt. Der Mosaikboden besteht aus 2 Mio.
Steinchen und an den Wänden sind Malereien mit den wichtigsten europäischen
Führungspersonen der damaligen Zeit.
Im Schlafsaal des Königs zieren viele Schnitzereien die Wände und das Bett. Allein hier haben 17 Schnitzer 4 Jahre lang gearbeitet.
Das gesamte Schloss sollte dem Künstler Richard Wagner gewidmet werden und deswegen kommen in jedem Zimmer Werke von ihm vor. Viele Opern und dessen Figuren werden auf den Wänden dargestellt. So gibt es auch eine Tropfsteinhöhle, die eine Kulisse von einer Oper von Wagner abbildet.
Außerdem sieht man in jedem Zimmer Schwäne, bis zu 100 Stück in einem Raum. Ludwig II mochte die Tiere. Daher auch der Name Schloss Neuschwansein.
Zum Schluss sahen wir noch den Theaterraum mit vielen Kerzen, der auch nur teilweise fertig ist und die Küche. Im Theater werden heute Stücke aufgeführt.
Das Besondere an dem Schloss ist nicht nur das Schloss selbst, sondern die Lage. Vom Schlosshügel
hat man einen sehr schönen Blick auf die Berge, den Alpsee und das Alpenvorland mit mehreren
Seen. Schloss Neuschwanstein sollte man einmal gesehen haben.
Wir sind nach Besichtigung direkt nach München gefahren und haben im Hotel weit außerhalb der Stadt übernachtet.
In München haben wir uns aufgeteilt. Wir Mädels sind in die City und die Jungs haben sich das Deutsche Museum angeschaut. In der City haben wir das Rathaus, den Rathausplatz, HßM, Galeria Kaufhof, Deichmann und vieles mehr angeschaut. Unsere Museumsinteressierten hatten da schon mehr zu erzählen. Das Museum ist in viele Gebiete der Technik unterteilt und man bekommt guten Einblick in diese Welt. Überblick.
Es gibt mehrere Führungsangebote, teile davon sind kostenlos. Besorgt euch Informationen im Voraus damit ihr auch rechtzeitig da seit wenn eine Führung beginnt. Wir haben keine Führung gemacht und haben versucht einen Gesamtüberblick zu verschaffen. Vergeblich. Dafür reichen die zwei Stunden, die wir eingeplant hatten, bei weitem nicht aus.
Das Museum ist groß und interessant genug um auch einen nicht Technisch versierten Besucher gute drei bis vier Stunden Programm zu bieten. Einer der an Technik besonders interessiert ist sollte sich vielleicht paar Tage (Wochenende) in München niederlassen, er geht nicht so schnell raus.
Deutsches Museum ist im Besonderen hervorzuheben durch die Vielzahl an Originalen die man meistens auch hautnah anschauen kann. Mir ist persönlich im Besonderen aufgefallen wie häufig doch ein deutscher Wissenschaftler oder Entwickler im technischen Bereich sich einen Namen gemacht hat.
Für das gesamte Museum empfiehlt sich Themenbereiche rauszupicken und diese an einem gesamten Tag einzeln anzuschauen.
Am Nachmittag haben wir uns nach einigem hin und her doch wieder gefunden und konnten unsere
Tour gemeinsam fortsetzen. Wir wussten nicht mehr so recht was wir anschauen sollten, also sind wir
wieder aus der Innenstadt raus zum Olympiastadion gefahren.
Das hätten wir uns auch sparen können, da der Eintritt für das Stadion zu teuer ist
und es sich nicht lohnt. Viktor hat uns nur die ganze Zeit vom Stadion in Berlin vorgeschwärmt
und das es dort viel besser. Trotzdem denken wir bei einer Veranstaltung lohnt es sich das Stadion
zu betreten.
Unser Fazit für München war, man sollte unbedingt sein Auto außerhalb parken und sich vor einer Reise bestimmte Ziele auszusuchen, um nicht planlos wie wir durch die Stadt zu irren.
Von München aus sind wir Richtung Nürnberg gefahren und haben dort übernachtet. Nürnberg haben wir dazwischen geschoben, anstelle einen 2. Tag in München zu verbringen.
In Nürnberg haben wir uns das Reichsparteitagsgelände angeschaut. Es gibt ein
Dokumentationszentrum in dem verschiedene Ausstellungen gezeigt werden. Wir haben noch den
Zeppelinplatz und Tribüne gesehen. An jedem Standort gibt es Infotafeln, wo man ein paar Infos
findet. Die Infotafeln
sind zu einem Rundgang zusammen gefasst.
Unser nächstes Ziel war Dresden. Diesmal haben wir uns Pärchenweise
getrennt und so die Stadt erkundet. Wir haben uns die Frauenkirche, Semperoper und die Innenstadt
angeschaut. Jedes Gebäude kann man besichtigen. Die anderen beiden fanden die Innenstadt nicht
so schön, weil die Gebäude alle so schwarz sind. Dresden fehlt sicherlich Geld alles neu
aufzubauen und zu renovieren bzw. restaurieren.
Am gleichen Tag sind wir noch weiter nach Leipzig gefahren und haben dort auf einem Campingplatz übernachtet.
In Leipzig haben wir das Völkerschlachtdenkmal
und das dazugehörige Museum angeschaut.
Das Denkmal wurde zum Gedenken an die Völkerschlacht im Oktober 1813 errichtet. Genau 100
Jahre nach der Schlacht wurde das Denkmal eingeweiht.
In und um Leipzig gibt es ca.100 kleine Denkmäler für die Schlacht, die auf Grund von
Geldmangel errichtet wurden. Für das größte Denkmal Deutschlands wurde damals ein
Bund gegründet, die für das Projekt Geld warben und sogar eine Lotterie betrieb.
Im Denkmal gibt es einen großen Innenraum mit Krypta, als Gedenken an die Opfer. 4 Riesenstatuen symbolisieren wichtige Eigenschaften des deutschen Volkes (Tapferkeit, Volkskraft, Glaubensstärke und Opferfreudigkeit.)
Von der Plattform oben kann man über die gesamte Stadt schauen. Leider ist dort oben ein Haufen fliegender Ameisen, die sehr unangenehm sind. Bereits an der Kasse wird darauf hingewiesen, was wir aber übersehen haben. Wer die Ameisen umgehen möchte, bleibt auf der 1. Plattform in 61m Höhe und genießt von dort das Panorama, (was vollkommen ausreicht.)
In dem kleinen Museum erfährt man alles zur Vorgeschichte der Schlacht, jedoch etwas wenig zur Schlacht selbst. Wir haben den Audioguide dazu genommen und er ist sehr empfehlenswert, da der Mann hochdeutsch mit sächsischem Dialekt spricht und es interessant gemacht ist. Der Audioguide erzählt zusätzliche Dinge, die man nicht im Museum nachlesen kann.
In Leipzig haben wir uns noch die russische Gedächtniskirche angeschaut. Sie ist den russischen Soldaten gewidmet, die in der Zeit von 1813-1945 für die Freiheit gefallen sind.
Berlin stand an dem Tag auch noch auf dem Programm( ein sehr ausgefüllter Tag). Nachdem wir nach langem Suchen einen Campingplatz in der Nähe vom Flughafen Tegel Siemensstadt gefunden hatten, machten wir uns gegen 19.30 Uhr in die Innenstadt auf.
Viktor hat uns eine private kostenlose Führung durch die Stadt geboten, da er 10 Jahre lang in Berlin gelebt hat, kennt er sich sehr gut aus. Auch ich war schon einige Male in Berlin und somit sind mir die Touristenanziehungspunkte bekannt. Tatjana und Andrej haben die Stadt zum ersten Mal besucht. Unsere Führung begann am Potsdamer Platz, führte uns zum Checkpoint Charly, Friedrichstraße, Altstadt, Rathaus, Fernsehturm, Alexanderplatz mit Weltuhr, Karl-Marx-Denkmal, Berliner Dom, Unter den Linden zum Brandenburger Tor und zurück zum Anfangspunkt. Jeder der bereits in Berlin gewesen ist, kann sich sicher vorstellen, was für einen Fußmarsch wir da hinter uns hatten. Um 01.00 Uhr waren wir wieder zurück im Zelt.
An diesem Tag haben wir wieder unterschiedliche Sachen gemacht.
Viktor wollte das deutsche historische Museum besichtigen und wir sind in den Berliner Zoo
gegangen.
Das deutsche Museum bietet eine Übersicht deutscher Geschichte von 100 n. Chr. bis nach der Wende. Das ganze ist aufgeteilt in verschiedene Epochen und die Epochen sind noch mal unterteilt in Zeiträume. Dadurch kann man sich gut orientieren und wirklich nur die Epochen anschauen, die einen interessieren. Jede Epoche ist ausführlich erfasst, jedoch ergänzt der Audioguide nur wenig die Texte. Jeden Tag finden ohne Anmeldung kostenpflichtige Führungen statt, die spezielle nur eine Epoche behandeln. Es gibt auch Übersichtsführungen. Für das Museum muss man auf jeden Fall einen Tag einplanen, denn allein die Audioguideführung dauert 6 Stunden. Viktor hat 7 h in dem Museum verbracht und nur die Geschichte bis zum 1. Weltkrieg angeschaut. Also nur die obere Etage.
Im Zoo haben wir uns natürlich jede Menge Tiere angeschaut. Eisbär Knut haben wir auch gesehen. Die meisten Kinder haben schon am Eingang "Knut" gerufen und so standen auch einige Leute vor dessen Gehege. Es gibt sogar Security und jede Menge Knutsachen zu kaufen. Das Aquarium beim Zoo haben wir uns auch angeschaut und wir waren sehr begeistert. Auf 3 Etagen kann man Fische, Meerestiere wie Quallen oder Korallen, Reptilien, Amphibien, Krokodile und Insekten betrachten. Der Zoo ist auf jeden Fall einen Besuch wert und nimmt auch einen Tag ein. Essen und Getränke sind sehr teuer, von daher sollte man lieber selber Sachen mitbringen.
Um 18.30 Uhr haben wir uns alle wieder am Reichstag getroffen und überlegt, was wir am Abend noch unternehmen möchten. Doch es waren alle so geschafft, von dem vielen Laufen und Stehen, das wir uns im Kino ausgeruht haben.
Unseren letzten Urlaubstag hatten wir erst anders verplant. Wir wollten eine Kanutour auf dem Müggelsee machen und ein wenig faulenzen. Doch das Wetter spielte nicht so ganz mit, also haben wir unser "Ersatzziel" Bergen-Belsen angesteuert. In Bergen-Belsen gibt es ein Dokumentationszentrum mit Informationen zu dem Konzentrationslager Bergen-Belsen und alles Drumherum zusammenhängende Geschehen.
So z.B. die Entwicklung der am Anfang für politische Gegner zügig errichtete "Gefängnisse" zum einen Konzentrationslager oder gar zu Vernichtungslager. Die "Ausbildung" des Personals und die Behandlung der "Gefangenen", die schnell in die menschenverachtenden Richtung abdriftete. Als Mahnmal ist Bergen-Belsen besonders hervorzuheben und wir fanden es wichtig auch so einen geschichtlich "schrecklichen" Ort in unsere Tour einzubeziehen.
Die Letzten ca. 180 km nach Hause sind wir dann langsam und wissend, dass wir nicht mehr viel laufen müssen, entspannt angegangen.
17.30 Uhr passiert uns noch eine mittelschwere Katastrophe. Ich muss feststellen, das ich unseren altgedienten Schirm, der uns in Frankreich und Deutschland gute Dienste geleistet hat, in Bergen-Belsen vergessen habe.